Was ist Glykolsäure und welche Rolle spielt sie in der Kosmetik?
Glykolsäure ist eine natürlich vorkommende Alpha-Hydroxysäure (AHA), die hauptsächlich aus Zuckerrohr gewonnen wird. Sie wird in der Dermatologie und Kosmetik aufgrund ihrer Peeling-Eigenschaften, ihrer Wirkung auf die Zellerneuerung und ihrer Wirksamkeit bei verschiedenen Hautproblemen häufig verwendet.
Dank seiner geringen Molekülgröße dringt es tief in die Epidermis ein und fördert so die Entfernung abgestorbener Hautzellen, einen helleren Teint, die Verringerung von Linien und Falten sowie die Milderung von Hautunreinheiten.
Was sind die Vorteile von Glykolsäure für die Haut?
Glykolsäure ist für ihre vielfältigen Wirkungen auf die Haut bekannt:
Starkes Peeling : Sie löst abgestorbene Hautzellen, regt die Zellerneuerung an und verfeinert das Hautbild.
Verringerung von Linien und Falten: Sie fördert die Kollagenproduktion und verbessert so die Elastizität und Festigkeit der Haut.
Wirkung gegen Pigmentflecken: Hilft bei der Aufhellung des Teints, wodurch braune Flecken, Aknenarben und Pigmentunregelmäßigkeiten gemildert werden.
Talgregulierung: Wirkt gegen überschüssigen Talg und verringert das Auftreten von Mitessern und Pickeln.
Verbesserung des Feuchtigkeitsgehalts der Haut: Er stärkt die Hautbarriere, wodurch die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu speichern, optimiert wird.
Verringerung von Hautunreinheiten: Hilft bei der Vorbeugung und Behandlung von Akneläsionen, verringert Entzündungen und fördert die Wundheilung.
Wie wird Glykolsäure sicher angewendet?
Glykolsäure sollte schrittweise in eine Pflegeroutine integriert werden, um Irritationen zu vermeiden:
Niedrige Konzentration (5-10%) : Geeignet für empfindliche Haut oder für die tägliche Anwendung in Form einer Lotion oder eines Serums.
Mäßige Konzentration (10-20%): Empfohlen für Haut, die an AHAs gewöhnt ist, für einen intensiveren Peeling-Effekt.
Hohe Konzentration (30% und mehr) : Wird als dermatologisches Peeling unter ärztlicher Aufsicht verwendet.
Tagsüber muss unbedingt ein Sonnenschutzmittel aufgetragen werden, da Glykolsäure die Haut lichtempfindlich macht und das Risiko einer Hyperpigmentierung erhöht.
Welche Hauttypen können Glykolsäure verwenden?
Glykolsäure ist für die meisten Hauttypen geeignet, aber es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, die Sie beachten sollten:
Normale bis fettige Haut: Profitiert in vollem Umfang von ihrer peelenden und talgregulierenden Wirkung.
Mischhaut: Können es verwenden, um den Teint zu vereinheitlichen und überschüssigen Talg zu kontrollieren.
Empfindliche Haut: Sollte niedrige Konzentrationen verwenden, da Glykolsäure Reizungen und Rötungen verursachen kann.
Zu Akne neigende Haut: Hilft, die Poren zu öffnen und Hautausschläge zu reduzieren, wobei eine übermäßige Anwendung vermieden werden sollte, da sie die Hautbarriere schwächen könnte.
Welche Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen sind bei der Anwendung von Glykolsäure zu beachten?
Glykolsäure wird im Allgemeinen gut vertragen, es können jedoch einige Nebenwirkungen auftreten:
Rötungen und Irritationen: Vor allem bei der ersten Anwendung oder bei hohen Konzentrationen.
Trockene Haut: Sie kann bei übermäßiger Anwendung die Lipidbarriere beeinträchtigen.
Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber der Sonne: Wenn Sie sich ungeschützt der Sonne aussetzen, kann es zu Verbrennungen oder Hyperpigmentierung kommen.
Es ist ratsam, einen Hauttest durchzuführen, bevor Sie Glykolsäure in Ihre Routine aufnehmen, und die Anwendung auf verletzter oder stark reaktiver Haut zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen Glykolsäure und anderen AHAs?
Glykolsäure gehört zu den AHAs, unterscheidet sich von den anderen Säuren jedoch durch ihre kleinere Molekülgröße, die es ihr ermöglicht, tiefer in die Haut einzudringen.
Milchsäure: Milder, wird von empfindlicher Haut besser vertragen.
Mandelsäure: Ideal für reaktive und zu Pigmentflecken neigende Haut.
Zitronensäure: Wird hauptsächlich wegen ihrer aufhellenden Wirkung verwendet.
Glykolsäure ist am effektivsten für ein intensives Peeling, erfordert jedoch eine vorsichtige Anwendung, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.
Kann man Glykolsäure mit anderen Wirkstoffen kombinieren?
Glykolsäure kann mit einigen Wirkstoffen kombiniert werden, aber bestimmte Kombinationen sollten vermieden werden :
Hyaluronsäure: Hilft, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut nach dem Peeling zu erhalten.
Niacinamid: Beruhigt die Haut und reduziert Rötungen.
Retinol: Kann zu Irritationen führen und die Hautbarriere beeinträchtigen.
Vitamin C: Kann in Kombination mit Glykolsäure zu aggressiv sein.
Es wird empfohlen, diese Wirkstoffe in der Pflegeroutine in größeren Abständen einzusetzen, um Hautreaktionen zu vermeiden.
Wie lange dauert es, bis die Wirkung von Glykolsäure sichtbar wird?
Die ersten sichtbaren Ergebnisse zeigen sich in der Regel nach ein bis zwei Wochen regelmäßiger Anwendung. Eine deutliche Verbesserung des Hautbildes, der Ausstrahlung und des gleichmäßigen Teints zeigt sich nach 4 bis 6 Wochen.
Bei langfristiger Anwendung werden die Zeichen der Hautalterung gemindert, die Hautstruktur verbessert und Narben und Pigmentflecken gemildert.